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Heizungsbauer u. Messung ?

Beim Heizungsbauer ist die Messung eine Eigenkontrolle der Qualität seiner Wartungsarbeit, vergleichbar mit der Probefahrt nach der Reparatur in der Kfz-Werkstatt. Der Schornsteinfeger führt die Messung in neutraler TÜV-Funktion durch, ohne wirtschaftliches Eigeninteresse am Meßergebnis. Deswegen dürfen Schornsteinfegerarbeiten auch weiterhin nur von Schornsteinfegern durchgeführt werden. Ein Heizungsbauer darf gemäß Verbändevereinbarung zwischen Schornsteinfegerhandwerk und Heizungsbauhandwerk bei entsprechender Zusatzausbildung auch die Kehr- und Meßtätigkeiten gemäß KÜO und 1.BImSchV durchführen (ebenso wie der Schornsteinfeger bei entsprechender Zusatzausbildung auch Wartungen durchführen darf). Dazu muß der Heizungsbauer sich bei der zuständigen Handwerkskammer als Schornsteinfeger eintragen lassen, welche ihn im Schornsteinfegerregister der BAfA anmeldet. Die Schornsteinfegerarbeiten muß er persönlich durchführen und kann diese nicht etwa an einen Mitarbeiter ohne Schornsteinfegerqualifikation delegieren. Desweiteren muß er gemäß VDI-Richtlinie 4208-1 Nr.5 nach ISO 9001 zertifiziert sein. Er ist nun ebenfalls an das Schornsteinfegerhandwerksgesetz SchHwG gebunden. Um die neutrale Arbeitsausführung zu gewährleisten, muß er gemäß SchHwG §18 Abs.1 i.Verb.m. VDI-Richtlinie 4208-1 Nr.3.3 unparteiisch sein und darf keine gutachterliche (TÜV-ähnliche) Meßtätigkeit an Heizungsanlagen durchführen, wenn er auch Wartung und Reparaturen vornimmt. Damit muß er sich also stets entscheiden, ob er nun als Heizungsbauer oder als Schornsteinfeger für den Kunden tätig ist. Der alte Konsens "wer mißt darf nicht warten und wer wartet darf nicht messen" bleibt damit gewahrt. Ihr Heizungsbauer wird Sie gern informieren.